Videostills Terézia Mora

SIE SAGEN IMMER TERÉZIA MORA

SIE SAGEN IMMER TERÉZIA MORA (D 2021; R.: Thomas Henke) ist der erste Film im Rahmen einer neu initiierten begleitenden Filmreihe zur Kasseler Grimm-Poetikprofessur. Der Film ist anlässlich von Terézia Moras Grimm-Poetikprofessur im Jahr 2021 während der Corona-Pandemie entstanden. Es handelt sich um einen medienästhetisch experimentellen Film, dessen Material zu einem großen Teil aus Videokonferenz-Aufzeichnungen einer Lesung von sowie Interviews über Terézia Mora hervorgegangen ist. Diese ›pandemietypischen‹ Videotelefonie-Formate sind im Anschluss filmisch bearbeitet, visuell in den (Alltags-)Kontext der Autorin eingebettet und dialogisch montiert worden.

Das Ergebnis ist ein 79-minütiger Film über Terézia Mora, die aus dem Manuskript ihres (erst) im September 2021 im Luchterhand-Verlag erscheinenden Tage- und Arbeitsbuchs Fleckenverlauf liest. Diese Lesung wird im Film kontinuierlich unterbrochen und kommentiert, indem Aussagen von Schriftstellerkolleg:innen (Andreas Jungwirth, Katja Lange-Müller), ihrem Lektor (Klaus Siblewski), ihrer Agentin (Karin Graf), einer Kasseler Studentin (Flora L. M. Saß) und Professorin (Stefanie Kreuzer) sowie auch des Regisseurs (Thomas Henke) dazwischen montiert sind. Es handelt sich somit weder um eine konventionelle Lesung noch um ein Filmporträt im traditionellen Sinne. In Anspielung auf den Filmtitel ist vielmehr kontinuierlich danach zu fragen, wer eigentlich was meint, wenn SIE […] IMMER TERÉZIA MORA [SAGEN]. Eine am Ende des Films im Abspann angeführte und im Anschluss sogleich wieder verworfene Antwort ist: »die Einheit aus Person und Werk«. Es sind indes viele weitere Antworten denkbar und implizi(er)t …

Stefanie Kreuzer

 

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