Social Dogma

Ein Filmprojekt von Thomas Henke mit Studierenden der Fachhochschule Bielefeld – Fachbereich Sozialwesen

Videoinstallation, 11 Porträts, Präsentation in Installationsbauten, Deutschland, 2010

Die Zielsetzung von Social Dogma ist die Herstellung filmischer Porträts im Rahmen einer medialen Patenschaft.
Für Social Dogma sind elf Partnerschaften zwischen Studierenden der FH Bielefeld und verschiedenen Persönlichkeiten entstanden. Die Porträts spiegeln auf unterschiedlichste Weise die Lebensbedingungen verschiedener Minderheiten in unserer Gesellschaft.
Die Studierenden haben ihre jeweiligen Partner bei der Herstellung der Filmporträts über einen längeren Zeitraum begleitet: Sie haben ihre Filmpartner angeleitet, sich selbst und ihr unmittelbares Umfeld zu filmen, ihre Gedanken und Gefühle zu dokumentieren. Unterschiedliche filmische Strategien wie das Führen eines Videotagebuchs sowie der unmittelbare Umgang miteinander vor und mit der Kamera untersuchen die vielschichtigen Herstellungsweisen des Mediums.
Auf der Basis gewachsener Beziehungen sind so intensive (Selbst)-Porträts entstanden, die durch den partnerschaftlichen Herstellungsprozess das Spannungsfeld zwischen filmischer Realität und dem subjektivem Erleben des jeweiligen (Film)-Partners eröffnen.
Angesichts der gegenwärtigen stereotypen massenmedialen Produktion von Menschenbildern proklamiert Social Dogma nicht nur ein soziales, sondern ein ästhetisches Dogma.

Porträts:
Sarah Althoff, Tina Althoff, Younes Azlafy, Alexander Brandt, Janine Brandt, Svetlana Derevyagina, Philipp Dick, Konrad Gerull, Tobias Hille, Marnie Ledermann, Dana Meier, Tobias Nagel, Nicole Nöding, Alina Reimann, Esther Schmieding, Mehrdad Seifi, Bettina Staschkiewicz, Robert Steinmeier, Christina Thielscher, Anna Christina Thomale, Regina Wall, Julia Wienböcker, Kristina & Stefan & Irina

Dramaturgie und Montage:
Oliver Held

Austellungsarchitektur:
Lorenz Estermann

Ausstellung in der Kunsthalle Bielefeld vom 14. Juli bis 26. September 2010.

Zu Social Dogma ist eine umfangreiche Publikation im Kehrer Verlag Heidelberg erschienen.